Spielerische gute 45 Minuten reichen für drei Punkte Der Herbst hat Einzug gehalten im Norden Deutschlands und macht auch nicht vor Sportplätzen halt. Als sich am Sonntag die Freizeitkicker der 2. Mannschaft des TV Langen zur Auswärtsfahrt nach Sievern trafen, ahnte noch keiner, welch mieses Wetter auf die Sportler wartete. Kaum war die Stadtgrenze überwunden, begann schon der Nebel aufzuziehen. Eine Begleiterscheinung, die sich auch während des gesamten Spiels nicht mehr auflösen sollte. Auf dem harten, schon gut durchgefrorenen Sportplatz begannen bei der Ankunft die ersten Spieler zunächst, Maulwurfshügel platt zu treten, um später nicht an den aufgeschütteten Erdhügel hängen zu bleiben. Nachdem letztes Wochenende nur 14 Spieler zur Verfügung standen, stellte der TVL diesmal sage und schreibe 21 mehr oder minder fitte Spieler, vorausgesetzt sie waren rechtzeitig aufgewacht. So hatte unser Trainer Nils Seidel diesmal die Qual der Wahl. Für ein Trainer immer eine schwierige Entscheidung, da maximal 16 Spieler ein Trikot bekommen, 14 maximal eingesetzt werden und 11 nun mal nur die Startelf bilden können. Lange Gesichter bei den nicht berücksichtigten Spielern gehören dabei ebenfalls dazu, denn schließlich möchte jeder Spielen. Das Spiel begann gleich wie gewünscht. Die traditionell in grün auflaufenden Langener machten von Anfang an Druck und diesmal wurde dieser Einsatz auch gleich belohnt. Auf der rechten Außenbahn machte sich Redelmann in der vierten Spielminute von der Mittellinie mit dem Ball auf Richtung gegnerischem Tor. An der Strafraumgrenze gab er eine scharfe flache Hereingabe, die Linß souverän am langen Pfosten nur noch einschieben musste. Zweifel an einer vermeintlichen Abseitsstellung des Schützen konnten schnell zerstreut werden. Also, 1:0 Langen! In der Folgezeit kontrolliere Langen den Ball und Gegner. Sievern, stark ersatzgeschwächt angetreten und damit der klassische Gegenentwurf zu Langens personalen Überkapazität, tat sich sehr schwer. Wenn überhaupt ging der Weg Richtung Führers Kasten nur mit langen Bällen und deren Spielmacher. In der 26. Minute tanzte Liebe im 16er einen Sieverner Spieler aus, schoß aufs Tor, doch der Torhüter konnte den Ball gut parieren. Der anschließende Abpraller landete von Liebe über dem Tor. Auch in der 31. Minute war der Torwart wieder gefragt. Nach einem Freistoß am 16er nach Foul an Liebe war es Seidel Kopfball, der gerade noch gehalten werden konnte. Liebes Nachschuss wurde von einem Feldspieler für den noch am Boden liegenden Torwart abgeblockt. Aus der kontrollierten Spielweise resultierte dann auch das 2:0 für Langen (35. Minute). Nach feiner Vorarbeit von Gründemann war es Spielertrainer Nils Seidel, der den Ball über die Linie bugsieren konnte. Abgeschlossen wurde die erste Halbzeit durch das 3:0, wieder durch Linß (44. Minute). Einen sehenswerter Heber über den herauseilenden Torwart stellte das vollkommen verdiente Halbzeitergebnis her. Ob sich die Spieler während der Pause in der Kabine schon mit der warmen Dusche nach dem Spiel beschäftigten oder aufgrund der starken ersten Hälfte sich gegenseitig zu häufig auf die kalten Oberschenkel klopften, es bleibt ein Geheimnis. |
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Torwart Führer sichert den Sieg über schwache 45 Minuten Auf jeden Fall war mit der Herrlichkeit in der zweiten Hälfte Schluss. Keine Laufbereitschaft, dadurch riesige Lücken im Mittelfeld, eine nicht mehr ganz so sattelfeste Abwehr und ein nicht existierender Sturm. Kurz um, Probleme auf jeder Position. Auf der wichtigsten Position, im Tor, stand jedoch unsere Versicherung sicher. Führer verhinderte ein ums andere Mal einen Gegentreffer. In der 51. Minute war dann leider auch er machtlos. Ein Volleyschuss des Sieverner Spielmachers landete unhaltbar in den Langener Maschen. Dass es letztlich beim einzigen Gegentor blieb, war einzig Führers Verdienst. Entscheidende Änderungen konnten auch die Einwechselspieler an diesem Tag nicht leisten, die sich während der Halbzeitpause vergeblich warm liefen, um anschließend geschwitzt bei tiefen einstelligen Außentemperaturen an der Linie das Spiel zu verfolgen. Die erste Einwechslung erfolgte dann erst nach der 60. Minute. Nächsten Sonntag geht es zum letzten Spiel des Jahres. Langen ist dann Gast bei der SG L’moor/Bü./N. Das Hinspiel konnte mit 5:0 gewonnen werden. Ziel wird es sein, wieder einen Sieg einzufahren und auf dem zweiten Platz zu überwintern Aufstellung: Führer, Redelmann, Almer, Münninghoff, Jack, Stelljes, Gründemann, Linß, Huisgen, Liebe, Seidel Bank: Ginsel, Harms, T.Kipke, Simon, Steffens Wechsel: 60. Harms für Huisgen 76. Ginsel für Münninghoff 80. Steffens für Stelljes < Fotoserie > Spieler Sascha Simon |